Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über gestalterische Empfehlungen für die Entwicklung von MC-Fragen. Auf den Seiten des E-Assessment-Centers der Universität Bremen ist ein ausführlicher Leitfaden zur Erstellung von Aufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren mit Beispielen zu finden.
Eine gut formulierte Aufgabe im Antwort-Wahl-Verfahren...
dient der Überprüfung genau eines Lernziels.
stellt mit Hilfe eines kurzen Einleitungssatzes einen realen, fach- bzw. berufstypischen Handlungsbezug (Szenario-Fragen) her.
verwendet möglichst unbekannte Beispiele und Materialien.
verzichtet auf Trivialität, absichtliche Fallen und Irreführungen.
vermeidet subjektive Formulierungen und Fragen auf der Grundlage von Meinungen.
wird von Fachkollegen überprüft.
berücksichtigt im Vorfeld festgelegte zulässige Fragenformate (z.B. Einfachauswahl aus vier Alternativen). An einigen Fakultäten gibt es hierzu Multiple-Choice-Ordnungen.
enthält eine thematische Einordnung, eine Einleitung, eine konkrete Frage oder Aufgabenstellung und die Antwortmöglichkeiten (mit minimal einer richtigen Antwort) plus Distraktoren (falsche Antwortoptionen).
ist vollständig auf dem Bildschirm sichtbar, also ohne Notwendigkeit des Scrollens.
nutzt serifenfreie Schriften wie Arial oder Verdana, minimal 10pt.
zeigt gut lesbare Graphiken in einer hohen Auflösung bei möglichst geringer Dateigröße.
bedient sich einfacher Wortwahl und Grammatik.
enthält keine überflüssigen Informationen.
enthält eine inhaltlich konkrete Fragestellung.
enthält schnell lesbare Antworten.
kann auch ohne darunter aufgeführte Antwortalternativen beantwortet werden.
ist eindeutig beantwortbar und klar verständlich formuliert.
vermeidet vage Formulierungen.
ist positiv (ohne Verneinungen) formuliert.
enthält möglichst viele, aber ausschließlich plausible Antwortalternativen.
ordnet skalierbare Antworten (Werte, Zeitpunkte) in einer logischen Reihenfolge an (z.B. aufsteigende Zahlenwerte) und verwendet dabei ein einheitliches Format.
nutzt voneinander unabhängige und trennscharfe Antwortalternativen.
verwendet Antwortalternativen, die inhaltlich homogen, von gleicher Qualität und ungefähr gleich lang sind.
enthält positiv formulierte Antwortalternativen.
vermeidet Hinweise auf die richtige Antwort.
Das Wichtigste, in Kürze zusammengefasst, können Sie hier der Checkliste zur MC-Frageerstellung entnehmen.
Ein ausführlicher Fragekatalog mit Einfachwahlaufgaben zu den Grundlagen der Elektrotechnik wird von Marcus Magdowski von der Universität Magdeburg zur Verfügung gestellt.
Quellen:
Leibnitz Universität Hannover (2019). Gute Fragen für gute Lehre. Eine Handreichung für Lehrende zur Erstellung von Fragen im Antwortwahlverfahren. Verfügbar unter: Handreichung Fragen im Anwtortwahverfahren
ZMML Universität Bremen (2013). Lernziele und Prüfungszusammenstellung. Verfügbar unter: E-Assessment.
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - School of Management and Law (2018). Multiple-Choice-Aufgaben. Teaching Guide for Higher & Professional Education. Zentrum für innovative Didaktik. Verfügbar unter: Multiple-Choice-Aufgaben